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Stillen (oder Flaschennahrung)
Während ein Baby in den ersten Wochen „nach Bedarf" an die Brust gelegt wird, sollten Sie in den ersten Lebensmonaten einen festen Rhythmus (Essens- und Schlafzeiten) mit Ihrem Kind erspüren und praktizieren. Üblicherweise trinkt ein Baby alle 3 bis 4 Stunden an der Brust. Die Ruhezeit braucht der Magen um zu verdauen und sich zu entleeren. Während der ersten vier Stillmonate sollten sie möglichst nichts zufüttern. Zwischengaben von Tees (Fenchel-, Kümmel-, Kamille-) sind dagegen (auch zur Beruhigung) erlaubt. Wenn Sie Ihr Kind zufüttern, können Sie zur Vorbeugung eine allergenarme Milchnahrung mit dem Zusatz „H.A." (hypoallergen) verwenden. Bei bestehenden Allergien der Eltern ist eine kuhmilchfreie Nahrung, wie Stuten- oder Sojamilch zu empfehlen.
Schluckauf
Neugeborene besitzen ein sehr kräftiges Zwerchfell zur „Bauchatmung". Dieses bildet sich in den ersten drei Monaten zurück, was naturgemäß von häufigeren Schluckaufepisoden begleitet wird. Sie werden in der Regel von Ihrem Baby nicht als störend empfunden.
Spukeln
Der Eingang der Speiseröhre zum Magen hin wird beim Baby bis zum 7.Lebensmonat noch nicht richtig abgedichtet. Es kommt häufig zum „Spukeln" der Milch. Bei sonst gutem Gedeihen Ihres Kindes gilt der Spruch im Volksmund „Speikind = Gedeihkind". Sollte Ihr Baby dagegen jede Trinkmahlzeit in weitem Bogen spucken, oder kein Gewicht zunehmen, bitte sofortiger Arztbesuch.
Stuhlgang
Ein vollgestilltes Kind erhält durch die Muttermilch eine hochwertige Nahrung, die von der Mutter bereits vorverdaut wurde. Daher ist der Muttermilchstuhl kaum stinkend (von leicht süßlichem Geruch) gelblich und körnig (nicht braun und fest). Die Häufigkeit des Stuhlganges schwankt zwischen mehrmals täglich und einmal pro Woche. Dies ist bei ausschließlicher Muttermilchgabe normal, kein Zeichen für Verstopfung und völlig unbedenklich. Bei der Umstellung auf Flaschennahrung oder reagieren viele Kinder mit Verstopfung. Hier hilft ggf. die Zugabe von ¼ - 1 Teelöffel Milchzucker pro Flasche.
Schnupfen
ist ein häufiges Phänomen im Säuglingsalter. Das Baby stößt leicht Milch in die Nase auf, zudem ist der Nasenrücken noch sehr eng und zierlich, auch können Säuglinge ihre Nase noch nicht freischneuzen. Die Nasenatmung muß ungehindert sein. Die Nase können Sie regelmäßig mit einer Salzlösung spülen und mit einem kleinen Nasensauger (NUK) freisaugen. Probleme ergeben sich hauptsächlich dadurch, dass das Baby gleichzeitig trinkt und atmet. Es ist nun beim trinken rasch erschöpft und unruhig. Ist für uns ein Schnupfen schon lästig, ist er für das Baby eine Qual.
Verklebte Augen
Bei einigen Babies sind die Tränenwege noch verengt, die Tränenflüssigkeit kann nicht ablaufen, die Augenlider können verkleben. Die verklebten Augen können Sie mit Fencheltee oder Augentrost-Lösung auswischen (von der Nasenwurzel hin zum äußeren Lidrand). Mit einer konsequenten Tränengangsmassage (Druck auf die inneren Lidkanten) können Sie den Heilungsprozeß fördern. Infektiöse Erkrankungen wie eine Chlamydienkonjunktivitis müssen allerdings ausgeschlossen werden.
Schlaf
Es wird empfohlen, Säuglinge in Rücken- oder Seitlage zu betten. Verwenden Sie keine Kopfkissen (Erstickungsgefahr). Neugeborene haben noch keinen Tag- /Nachtrhythmus. Sie schreien aufgrund ihrer elementaren Bedürfnisse (z.B. Hunger, Durst, Schmerz, Angst, Überreizung.